Mit weitem Winkel

„Portraits? Mindestens Brennweite 50mm, besser 85 oder gar 105!“ Ein alter Fotografiegrundsatz, der durchaus seine Berechtigung hat. Erstens ist die Verzerrung des menschlichen Gesichtes und Körpers bei längeren Brennweiten geringer als beim Weitwinkel bzw. z.B. bei 85mm im Prinzip nicht zu sehen. Und zweitens kann man mit einer langen Brennweite schön auf Abstand zum zu Portraitierenden gehen und ihn so ein wenig „unbeobachteter“ fotografieren. Drittens ist der Freistellungseffekt definitiv größer, weil die Tiefenschärfe geringer ist. Alles in allem kann man mit den langen Brennweiten schöne, klassische Portraits machen.

Man kann aber Menschen auch mit Weitwinkelobjektiven portraitieren, und das nicht mal nur in Ganzkörperaufnahmen. Dass es sogar ein paar berühmte Fotografen gibt, die das zu ihrem eigenen Stil entwickelt haben (z.B. Joe McNally oder Platon) habe ich erst entdeckt, nachdem ich angefangen hatte, meine Kinder spaßeshalber mit dem Weitwinkel zu fotografieren. Gut, Kinder müssen nicht unbedingt schön aussehen auf Fotos, und meine stören sich auch nicht daran, wenn ich mit der Kamera direkt vor ihrem Gesicht herumfuchtle. Aber ich finde, die Fotos haben etwas Besonderes – man merkt die Nähe, die ich als Fotografin bei der Aufnahme hatte.

Alle Beispiele sind mit der Sony NEX und dem 16mm 1:2,8-Objektiv aufgenommen.

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