Wenn ich mal Druck machen darf …

Die Sache mit dem Drucken von Bildern in digitalen Zeiten ist gar nicht so einfach. Klar ist es praktisch, wenn man sich seine Prints, Leinwände oder Alu-Dibond-Bilder selbst ganz einfach am Rechner bestellen kann, aber nicht immer werden die Ergebnisse so wie gewünscht.

Denn da gibt es diese verflixte Einstellung „dpi“  … Dots per inch. Punkte pro Zoll. Wobei es eigentlich „ppi“ heißen muss, wenn die relative Auflösung „Pixel pro Zoll“ gemeint ist, dpi gibt’s nur in der Drucktechnik. Egal. Setzen wir der Einfachheit halber mal dpi und ppi gleich.

Diese Zahl beschreibt die Pixeldichte des Fotos. Unter einer hohen Auflösung, sprich Pixeldichte, versteht man landläufig 300 ppi. Das ist auch die Auflösung, in der ich meine Bilder – die Druckversionen – an Euch, meine Kunden, herausgebe – perfekt für den guten alten Fotoabzug bis zur kleinen Postergröße.

Jetzt kommt das Aber: Wenn Ihr Leinwände, Alu-Dibond-Bilder, Acrylbilder oder Forexplatten bedrucken lassen wollt, die ja meist etwas größer sind, ist die Auflösung/Pixeldichte von 300 ppi nicht geeignet, weil sie zu groß ist und dadurch das Foto zu klein.

Hä? Wieso ist die hohe Auflösung zu klein?

Nun ja, bei hoher Pixeldichte drängeln sich die vorhandenen Pixel, bei einem Bild von 4000 x 3000 Pixeln wären das 12 Millionen Pixel bzw. 12 Megapixel (Ha! Das kennen wir doch von irgendwoher, gell?) auf einer festen Größe von in diesem Fall 33,87 x 25,4 Zentimetern. Also etwas mehr als DIN A 4. Druckt man das Bild mit diesen Einstellungen kleiner, macht das nichts, dann werden die Pixel noch ein wenig mehr komprimiert und das Bild wirkt sogar schärfer. Druckt man es jedoch größer als diese 33,87 x 25,4 Zentimeter, werden die Pixel auseinandergezerrt – und das wirkt dann unscharf und verschwommen. Nicht schön.

Nun ist es aber so, dass man bei einem Bild, das an der Wand hängt und größer als DIN A4 ist, die Pixeldichte verringern kann, ohne dass das Bild pixelig wirkt – einfach, weil man vor einem Wandbild nicht mit 20 cm Abstand steht, sondern weiter weg, um es in seiner Gesamtheit betrachten zu können. Schaut Euch doch mal ein Plakat im U-Bahn-Zwischengeschoss oder an der Litfaßsäule von ganz nahem an. Da seht Ihr die einzelnen Pixel als kleine Quadrate, aber wenn Ihr Euch das Plakat „normal“, nämlich mit ein paar Metern Abstand, anseht, sieht es gut und scharf aus.

Für ein Leinwandbild genügen z.B. 100 bis 200 ppi, damit es gut aussieht. Und schwupp, schon kann man das Beispielbild mit seinen 4000 x 3000 Pixeln auf einer Größe von 101,6 x 76,3 Zentimetern drucken – mit 100 ppi.

Wie funktioniert das nun also konkret? Entweder Ihr fragt mich und ich mache Euch Euer Bild druckfertig (meistens habe ich ja auch das Original noch, was es noch einfacher macht), oder Ihr ändert selbst die ppi (dpi)-Zahl, z.B. in Photoshop.

Hier müsst Ihr nur darauf achten, im Bildgrößenmenü den Haken bei „neu berechnen“ wegzuklicken. Voilà, schon habt Ihr ein druckfertiges Großbild.

Bilder, die ich von Euch gemacht habe, bekommt Ihr immer mit 300 ppi Auflösung, also zum hochauflösenden Druck von Prints. Natürlich sind große Formate bei den meisten Bildern trotzdem problemlos möglich – siehe oben …

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