Die abgelegene Perle

Es ist nicht ganz einfach, nach Graz zu gelangen, wenn man nicht gerne Auto fährt, unnötige Flüge vermeiden möchte und am liebsten die Bahn nutzt. Vor allem, wenn man ein schulpflichtiges Kind und einen arbeitspflichtigen Mann hat und nur ein Wochenende Zeit, die man nicht zu einem Drittel im Zug verbringen möchte, beim schönsten Herbstlicht draußen. Also fuhren wir doch mit dem Auto. Ich muss warnen: Mit hungrigen Kindern, für die man lediglich Äpfel und Karotten dabei hat und die man mit dem Versprechen „beim nächsten McDonalds auf der richtigen Seite der Autobahn halten wir an“ am späten Nachmittag ins Auto gelockt hat, sollte man lieber nicht nach Graz fahren, sondern besser nach Nürnberg oder Frankfurt. Es gibt nach dem Grenzübergang bei Salzburg nämlich keinen Schachtelwirt mehr an der Autobahn, nicht mal auf der falschen Seite. Zumindest haben wir keinen gefunden. Die Kinder haben aus lauter Verzweiflung das Obst und Gemüse gegessen und alles andere, was sie in den Sitzschonern vor sich noch so fanden.

Aber all die Unbill lohnt sich.

Graz lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden, aber wem selbiger schmerzt, der kann in der Innenstadt kostenlos die „Bim“, also die Tram, benutzen.

Den schönsten Ausblick gibt’s – neben dem Klassiker, dem Uhrturm auf dem Schlossberg –  von der Terrasse des Kaufhauses Kastner & Öhler, die Grazer sagen K&Ö. Nicht von dem Schickimickiversuch der Bar auf der Terrasse und der schrecklichen Musik abschrecken lassen.

Die schönen Jugendstillampen und guten Bio-Kaffee fanden wir beim Frühstück im Café Sorger in der Sparkasse. Abends aßen wir sehr ursprünglich, gut und günstig in der „Alten Münze“ am Schlossplatz.

In Graz gibt es auffallend viele Schokoläden. An jeder zweiten Ecke scheint man einen zu finden. Und im Sommer soll die Eisdielendichte sehr hoch sein, habe ich gehört. Im Herbst sollte man sich den Schilcher Sturm nicht entgehen lassen, einen Federweißen, den es überall in Rot, Weiß oder Rosé gibt, sogar to go. Viel netter ist es aber, sich auf dem Hauptplatz an einen Kiosk zu stellen und den Sturm dort zu trinken, die Grazer und ihren Alltag beobachtend.

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